Wie motivieren wir zum Lernen?

Wie motivieren wir zum Lernen?

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Üblicherweise üben wir Menschen die Dinge gerne, die uns Freude machen und bei denen wir Erfolge haben. Lerninhalte, die uns große Schwierigkeiten bereiten hingegen, meiden wir lieber. Erfolgserlebnisse müssen also möglich sein. Daher ist es wichtig, die Schwierigkeit der Aufgaben dem momentanen Können anzupassen. Es nützt nichts, Übungsmaterial für die Klassenstufe des Kindes zu verwenden, wenn es einzelne Elemente aus vorigen Klassen noch nicht verstanden hat. Erst wenn ein Lernschritt verinnerlicht ist, kann darauf aufgebaut werden.

Das Motto sollte sein: Besser einfache Übungen, aber dafür mit Spaß und richtig üben. Beim Lernen, Denken und Behalten spielen die Motivation und die Gefühle eines Menschen eine entscheidende Rolle. Die wichtigste Voraussetzung für erfolgreiches Lernen ist also, dass das Kind Freude dabei hat und den Sinn erkennt. Wenn das Kind selbst den Wunsch hegt, seine Leistungen zu verbessern, wird das gemeinsame Üben in freundlicher Atmosphäre auch zu Fortschritten führen.

Motivierend kann es sein, wenn Sie gemeinsam mit dem Kind überlegen, wie viel Zeit zum Üben aufgebracht werden kann. Wenn es z. B. die Bereitschaft äußert, täglich zehn Minuten zusätzlich zu den Schularbeiten zu lernen, wird es auch gewillt sein, sich an den Übungsplan zu halten. Weitaus geringer wäre die Motivation natürlich, wenn Sie bestimmen würden, dass täglich geübt werden muss, weil Sie wollen, dass es bessere Leistungen bringt.

Text: Heike Kuhn-Bamberger, Vorstandsmitglied des DVLD e.V., Diplomierte Legasthenie- und Dyskalkulietrainerin (EÖDL), Buchautorin

Seite von Heike Kuhn-Bamberger

Bild: MorgueFile

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