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Dyskalkulie
(Rechenschwäche)
Was ist
eine Rechenschwäche (Arithmasthenie)?
Dyskalkulie (Arithmasthenie/Rechenschwäche) ist eine spezielle Teilleistungsschwäche.
Unter Rechenschwäche werden festgestellt beständige Minderleistungen
im Lernstoff des arithmetischen Grundschulbereiches (Mächtigkeitsverständnis,
Zahlbegriff, elementare Operationen, Dezimalsystem) verstanden, wobei die betroffenen
Schüler mit ihrer subjektiven Logik in systematisierbarer Art und Weise
Fehler machen, die bekannten i.a. nachweisbaren Fehlertypen entsprechen.
Was sind
die wichtigsten Symptome für eine Rechenschwäche?
Angst vor der Mathematik.
Angst vor den Klassenarbeiten in Mathematik.
Angst vor der Lehrperson in Mathematik.
Ständige Misserfolge im Fach Mathematik, obwohl vorher „erfolgreich“
geübt wurde.
Im Vergleich zu anderen Schülern und Fächern hoher Zeitaufwand für
die Hausaufgaben in Mathematik.
Orientierungsprobleme wie z.B. Probleme beim Positionierungen wie oben, unten,
links, rechts und zwischen. Einer und Zehner werden häufig verwechselt,
ähnliche Ziffern wie 9 und 6 werden häufig verwechselt.
Die Aufgabenstellungen werden zumeist zählend bewältigt. Das Kind
hat Probleme, rückwärts zu zählen und nur aus der Vorstellung
heraus abzuzählen, z.B. „In unserem Wohnzimmer stehen..., 6 Stühle!“
Es werden oft die Rechenarten –minus mit plus, mal mit plus vertauscht.
Sie haben oft Schwierigkeiten mit Sachaufgaben, können sich das Einmaleins
nur schwer merken. Im Zusammenhang mit der Null treten häufig Fehler auf.
Häufig haben sie Schwierigkeiten, die Uhr zu lesen
Was sind
Algorithmen ?
Kinder, welche unter einer Dyskalkulie leiden, verwenden oft so genannte Algorithmen,
die sie sich selbst erschaffen, und welche auch bis zu einer bestimmten Summe
stimmen können. Wichtig ist immer zu hinterfragen, wie das Kind zum Ergebnis
gekommen ist. Dieser Denkstruktur können falsche Algorithmen zu Grunde
liegen.
Zählen ist der Ursprung jeder mathematischen Operation. Versuchen Sie deshalb,
Kinder unbedingt zum Zählen anzuhalten. Die Symbolik der Zahl soll bei
jedem Rechenvorgang, der bildlich gezeigt wird (z. B. Kugeln oder Smarties)
immer dabei sein. Zeigen Sie dem Kind z. B. den Rechenvorgang 5 mal 5, so legen
Sie fünf mal fünf Kugeln auf die eine Seite und fünfundzwanzig
Kugeln auf die andere Seite. Unterhalb der Kugeln sollen aber unbedingt die
dazugehörigen Zahlen liegen.
8.
Thema: Dyskalkulietraining
Erarbeitet man mit allen Kindern, die Dyskalkulie haben, zuerst nochmals
die Zahlensymbole, die Menge, die Operationszeichen (wie im Buch Dyskalkulie
beschrieben) und fährt man dann fort mit dem Zehneraufbau....(wie im Buch
von Rainer Dürre "Dyskalkulie" beschrieben) - oder läuft
da auch manches parallel?
Manchmal muss man tatsächlich auch noch mit älteren Kindern sehr basal
beginnen! Zuerst muss man feststellen, wo das jeweilige Kind steht und hier
kontinuierlich mit dem Aufbau beginnen.
Was sollte
im Dyskalkulietraining gefördert werden?
Man sollte, besonders unter der Berücksichtigung der Entwicklungsbesonderheiten
des Kindes, vom konkreten Handeln und Operieren mit Materialien ausgehen. Viele
bildhafte Darstellungen, die dann ins Abstraktere führen sollten, können
das Verständnis der Zeichen fördern. Hilfreich ist dabei Konkretes
neben Bildhaftes und Abstraktes zu legen, um vom Konkreten zum abstrakten Zeichen
das Verständnis des Kindes zu führen.
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