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Hyperaktivität,
ADS
Was versteht man unter Hyperaktivität?
Darunter versteht man eine übertriebene kindliche Aktivität, vereint
mit Lernschwierigkeiten und der Unfähigkeit aufmerksam zu sein.
Welche
Symptome zeigen sich bei einer vorliegenden MCD?
Nach der international gebräuchlichen Klassifikation von Krankheiten werden
unter dem Begriff „Hyperkinetisches Syndrom“ Verhaltensauffälligkeiten
mit folgenden charakteristischen Merkmalen verstanden:
- Ein früher Beginn in der Vorschulzeit (gewöhnlich in den ersten
fünf Lebensjahren).
- Eine Kombination von überaktivem, wenig gesteuertem Verhalten mit deutlicher
Unaufmerksamkeit.
- Ein Mangel an Ausdauer bei Aufgabenstellungen, die einen kognitiven Einsatz
verlangen.
- Eine Tendenz, nicht vorhersehbar von einer Tätigkeit rasch zu einer anderen
zu wechseln, ohne etwas zu Ende zu bringen.
- Eine desorganisierte, mangelhaft gesteuerte und überschießende
motorische Aktivität, die sich sowohl im grobmotorischen Bereich als ständiges
Herumlaufen, Aufstehen und Platzveränderung äußern kann, als
auch im feinmotorischen Bereich in Form von Koordinationsproblemen wie krakeliger
Schrift, Problemen bei allen zeichnerischen Tätigkeiten und beim Malen
sowie allgemein in der Heftführung.
Nach der Klassifikation nach DSM-III lauten die Symptome der Hyperaktivität
wie folgt:
- zappelt häufig mit den Händen und Füßen oder windet sich
in seinem Sitz
- kann nur schwer sitzen bleiben, wenn dies von ihm verlangt wird
- redet häufig übermäßig viel
hat einen großen Verschleiß an Gegenständen, die für den
Alltag nötig sind (z.B. Schulmaterial, Kleidungsstücke).
Was
versteht man unter Hypo-affektivität?
Darunter versteht man das Verhalten von Kindern, in geringerem Ausmaß
emotional ansprechbar zu sein.
Was
ist ADS?
ADS ist die Abkürzung für Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom. ADS ist
ein neuro-biologisches Phänomen, welches sich durch eine nicht altersgemäße
Impulsivität, durch Schwierigkeiten in der Aufmerksamkeitsspanne und zusätzlich
durch eine zum Teil vorhandene Hyperaktivität darstellt (man spricht dann
von ADS mit Hyperaktivität). Grundsätzlich müssen die Symptome
mindestens sechs Monate vorhanden sein und vor dem siebten Lebensjahr sichtbar
sein.
Welche
Symptome treten bei einer ADS auf?
Kinder mit ADS vergessen schnell mal was, sind unorganisiert, verlieren schnell
was, werden leicht ungeduldig oder beleidigt, geraten schnell in große
Wut oder Freude, machen einen „dummen“ Fehler oder hören nicht
zu. Sie zappeln viel, haben Mühe, Anweisungen zu folgen, können gestellte
Aufgaben nicht beenden, Handeln ohne nachzudenken, Stören oft den Unterricht,
können sich nicht konzentrieren, sind nur gering belastbar und haben Probleme
mit ihren Hausaufgaben.. Sehr oft führen solche Probleme zu schlechten
Noten, Strafaufgaben, sozialen Konflikten und Ausgrenzung.
Sind
Jungen öfter von Hyperaktivität und ADS betroffen als Mädchen?
Jungen werden oft eher mit ADS diagnostiziert, weil sie mehr hyperaktives, impulsives
und unaufmerksames Verhalten aufzeigen. Mädchen mit ADS haben oft etwas
„Zurückgezogenes“, sorgen sich viel und sind weniger aggressiv
als Jungen. Wenn Jungen mit ADS älter werden und ins Jugendalter kommen,
zeigen Untersuchungen, dass sie eher aufsässig und aggressiv werden. Jugendliche
Mädchen entwickeln eher somatische Probleme , wie Kopfschmerzen, Magenschmerzen
und Müdigkeit.
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